Im Rahmen der Tischtennis-Finals in der Messehalle in Erfurt fanden auch die Deutschen Seniorenmeisterschaften statt. Mitten dabei die VfL-Cracks Sven Körner (AK 40) und Axel Schorradt (AK 65), die sich im Januar bei den BAWÜ-Meisterschaften durch ihre jeweils dritten Plätze für den Event qualifiziert hatten.
Allerdings misslang der Start am Freitag im Mixed. Mit Partnerin Karin Hoffmann (Friedrichshafen) scheiterte Schorradt bereits in Runde 1 knapp mit 2:3. Danach sorgte der Routinier aber für eine faustdicke Überraschung im Einzel. Im ersten Gruppenspiele schlug er den TOP 1 gesetzten Heineken (Niedersachen) völlig überraschend mit 3:1. Nach einer knappen Niederlage und einem 3:1 Sieg über Eilfert (Berlin) war die Qualifikation für die Endrunde klar. Allerdings „nur“ als Gruppenzweiter, da die ausgezählten Bälle – bei 2:1 Siegen und gleicher Satzdifferenz – doch noch zu Gunsten von Favorit Heineken ausfielen. Leider zählte nicht der direkte Vergleich, was für einen sehr viel einfacheren Weg in der Hauptrunde gesorgt hätte. Sven Körner spielte kein Mixed und war an Gruppenplatz 3 gesetzt. Auch er hatte mit Zibell (Hamburg) den topgesetzten Spieler bei der AK 40 in der Gruppe. Nach einer Niederlage gegen Zibell und einem schön herausgespielten 3:1 Sieg gegen Haas (Rheinland-Pfalz) ging es gegen Englert (Sachsen) um den wichtigen Gruppenplatz 2. Körner spielte hervorragend mit. Leider konnte er in Satz 4 eine 9:7 Führung nicht zum 2:2 Satzausgleich nutzen und verlor das Spiel. Damit war Sven als Gruppendritter ausgeschieden
Der Samstag begann mit den Doppelspielen. Körner spielte zusammen mit Markus Brodbeck (TUS Metzingen). Allerdings meinte es das Los nicht gut mit den beiden. Das eingespielte Hessendoppel Börner /Wagner war zu stark. Anders bei Schorradt, der sich mit Klaus Werz (Neckarsulm) Medaillenchancen ausrechnen durfte. Die erste Runde klappte auch noch mit einem 3:2 Sieg gut. Im Viertelfinale waren die beiden – bei einer 2:1 Satzführung – auf einem guten Weg ins Halbfinale und damit zu einer Medaille. Allerdings kippte das Match gegen Umbescheid/Polheim (Sachsen) und das 8:11 im Entscheidungssatz bedeutete das Aus.
In der KO-Runde im Einzel konnte Schorradt am Samstag seine tolle Vorstellung der Gruppenphase tags zuvor nicht mehr abrufen. Er verlor gegen den allerdings auch fehlerfrei aufspielenden Watermann (Berlin) klar mit 0:3. Der denkbar knapp verpasste Gruppensieg hatte sich „gerächt“. Der Gruppensieger Heineken nutzte den einfacheren Auslosungsstrang und wurde am Ende deutscher Vizemeister. „Unter den Top 14 in Deutschland in meiner AK ist absolut ok – nur das verlorene Doppel tut noch weh “ bilanzierte Schorradt das Turnier. „Eine tolle Veranstaltung mit hohem Niveau und wir haben uns gut und teuer verkauft“, so das Fazit von Sven Körner. Beide werden versuchen sich nächstes Jahr im Januar bei den BAWÜ in Freiburg wieder für die Finals 2027 in Erfurt zu qualifizieren.