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Sportvereinszentrum


Planungsentwurf


Wirtschaftlichkeitsrechnung

"Der Teckbote": Artikel vom 22.12.2012:
 
	Vereinszentrum als Erfolgsmodell

 

Neuer Standort und kleinere Dimensionen machen Weg frei für das Sportvereinszentrum

 

Kleiner als ursprünglich geplant soll es nun nach langem Hin und Her werden, das ersehnte Kirchheimer Sportvereinszentrum,

und damit konnte es auf Anhieb im Gemeinderat überzeugen. Zumal nun auch der ideale Standort für das Bauwerk gefunden

scheint: Exakt da, wo bisher die Stadiongaststätte samt VfL-Geschäftsstelle und Kegelbahn steht.

 

„Ein großer Verein hat nur dann eine Chance, wenn er neue Forman annimmt“, fasste Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker in der Sitzung

des Gemeinderats die nun schon mehrere Jahre währenden Überlegungen zusammen, die in Kirchheim zur Befürwortung eines Sportvereinszentrums

geführt haben. Schon im Jahr 2010 war VfL Geschäftsführerin Doris Imrich mit konkreten Ergebnissen der „Zukunftswerkstatt“ an die Öffentlichkeit

gegangen. Dahinter steckten findige Köpfe aus den Reihen des VfL und des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) sowie der Verwaltung.

Der WLSB hat bereits zahlreiche Sportvereinszentren im Land gefördert und ist auch in Kirchheim wichtiger Zuschussgeber.

Mittlerweile sind die Planungen gereift und so mancher Traum ist ausgeträumt. Geblieben ist ein Konzept, das nicht nur jüngst im Gemeinderat überzeugte.

Das gilt vor allem für den Standort. Gemäß Empfehlung der Sportentwicklungsplanung soll das neue Vereinszentrum an der Stelle der heutigen Gaststätte

entstehen. Durch den Abriss des bestehenden Bauwerks muss die Stehtribüne am Stadion gesichert werden. Der bisherige Standortfavorit lag neben dem

Gebäudekomplex. Dieser sogenannte Wembley-Platz, den die Sportler sehr schätzen, kann nun unangetastet bleiben. Langfristig wird das Zentrum

eingebunden in einen Sportpark, der verschiedenste Freizeitmöglichkeiten beim Areal des heutigen Stadions bündeln soll.

Gegenüber den ursprünglichen Plänen bäckt man jetzt räumlich etwas kleinere Brötchen: Das Zentrum schrumpfte planerisch von 2.500 Quadratmetern auf

1.770 Quadratmeter. Das wiederum schont die Kasse. Der Gesamtpreis konnte von 4,3 Millionen Euro auf etwa 4 Millionen gesenkt werden.

Kein Wunder also, dass die Vision vom Sportvereinszentrum in der jetzigen Form realisierbar scheint und überzeugt. Dahinter steckt die intensive Kooperation

aller Beteiligten. Der WLSB ist auf jeden Fall mit über 300.000 Euro im Boot. Stadtchefin Angelika Matt-Heidecker, die gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen

bei den Banken vorgesprochen hatte, berichtete, dass Kreissparkasse und Volksbank das Projekt im Verbund angehen wollen. Dafür benötigt der VfL eine

Bürgschaft. Abgewartet werden muss zunächst auch noch die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die bis Sommer vorliegen soll. Sie bildet die Grundlage für

die Abzahlung der Kredite. Außerdem muss sich die Stadt ihr finanzielles Engagement vom Regierungspräsidium genehmigen lassen. „Wir schätzen die

Sozialarbeit ersten Ranges, die von den Vereinen geleistet wird und halten deshalb die Übernahme der Bürgschaft für gerechtfertigt“, betonte Matt-Heidecker.

Diese Meinung teilten im Ratsrund alle Fraktionen. Als „zukunftsorientiert und beispielhaft“ bezeichnete CDU-Mann Klaus Buck das neue Konzept. Hagen

Zweifel, Vorsitzender der Freien Wähler, bekannte, froh über den neuen Standort zu sein und bat, darauf zu achten, dass der Wembley-Platz auch bei den

weiteren Planungen unangetastet bleibe. Die jetzt vorliegende einfachere und überschaubarere Lösung bezeichnete Grünen-Vertreter Manfred Machoczek

als absolut sinnvoll. Auch Siegfrie Pöschl (FDP/KIBÜ) sprach von einer guten Lösung, sah allerdings mit einem gewissen Bedauern den Wegfall der

Kegelbahnen, die im Abrissgebäude untergebracht sind. Peter Bodo Schöllkopf von der SPD bestärkte den VfL darin, mutig in die Zukunft zu gehen und

insistierte planerisch auf eine enge Verzahnung von Sportpark und Sportvereinszentrum. „Das Sportvereinszentrum wird ein Erfolgsmodell“, zeigte sich

Dr. Silvia Oberhauser, Vorsitzende der Frauenliste, zuversichtlich und begrüßte das Ende der langen Planungsphase: „Jetzt muss die Realisierung folgen.“

Darauf hoffen auch die zahlreichen Sportvertreter um Doris Imrich, die der Debatte im Rathaus gelauscht hatten. Der Gemeinderat legt den Ambitionen

jedenfalls keine Steine in den Weg, im Gegenteil: Einstimmig billigte das Gremium die neue Planung und stellte die städtischen Gelder bereit.

 

Das kostet das Sportvereinszentrum die Stadt Kirchheim

 

10.000 Euro Zuschuss erhält der VfL Kirchheim, damit die bestehenden Planungen für den neuen Standort überarbeitet werden können.

 

40.000 Euro sind im Haushalt 2013 erforderlich zur Absicherung der Stehtribüne, die sich bisher an das Gaststättengebäude lehnt.

 

40.000 Euro fallen nochmals im Jahr 2014 für Ausbesserungen im Tribünenbereich an.

 

230.000 Euro werden in die Finanzplanung 2014 aufgenommen zur Gestaltung der Außenanlagen am Stadion sowie zur Anlage von Parkplätzen.

 

800.000 Euro maximal soll die städtische Bürgschaft umfassen.

 

 

 

 

 

Newsletter zum Sportvereinszentrum

 

Ruhig ist es geworden um das Sportvereinszentrum. Vordergründig schon -

aber wir arbeiten an unseren Hausausgaben die zu erledigen sind, jedoch ohne Zeitdruck.

Für uns heißt es im Moment abwarten, was die ausstehenden Entscheidungen bringen.

Gemeinsam mit der Stadt und den Banken gehen wir den Erbpachtvertrag an und arbeiten diesen aus.

 

In einem Gespräch mit der Stadtverwaltung und dem Stadtplanungsamt war zu erfahren,

dass der geplante Standort eventuell noch einmal überdacht werden muss. Bereits in der außerordentlichen Hauptversammlung wurde der Standort vor allen Dingen von den Fußballern als auch von einzelnen Gemeinderäten kritisiert. So ist doch anzunehmen, dass man sich noch einmal Gedanken über einen möglichen anderen Standort machen sollte.

Der Ott’sche Sportplatz steht derzeit nicht mehr zum Verkauf und wird als Sportfläche erhalten bleiben, d.h. der finanzielle Erlös in die Sportentwicklung ist derzeit nicht vorhanden.

Die Platzkapazitäten sind nahezu erschöpf, weil aufgrund der großen Nachfrage im Kinder- Jugend- und Damenfußballbereich so gut wie keine weiteren Trainingseinheiten angeboten werden können.

 

Das Bürgschaftsthema ist zur Zeit beim Innenministerium angesiedelt und wird wohl von dieser Stelle aus entschieden. Der Sport wird in dieser Angelegenheit von höchster Baden Württembergischen Stelle vertreten. Die Sportpräsidenten als auch Präsidenten von Fachverbänden werden für eine positive Entscheidung für die Sportvereine eintreten. Beim Verfassen dieses Berichtes war eine Entscheidung, bzw. Empfehlung noch nicht verabschiedet.

 

Die Beschwerde eines Fitnessstudiobetreibers aus Kirchheim steht ebenfalls noch aus. Der Entscheidung sehen wir positiv entgegen, weil, wie bereits im Teckboten berichtet, von einer Wettbewerbsverzerrung keine Rede sein kann. Für unser Sportvereinszentrum sind auch Steuern zu bezahlen. Für die beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlen auch wir Steuern, Sozialabgaben sowie Beiträge zur Verwaltungsberufsgenossenschaft.

 

Wir sehen durch den Bau eines Sportvereinszentrums die Möglichkeit den Bedürfnissen unserer Mitglieder entgegenzukommen. Trainer und Gerätschaften werden ohne feste zeitliche Bindung bereitgestellt, parallel dazu werden Kurse angeboten, um gemeinsam in Gruppen Sport treiben zu können.

Unser Verein hat vor, im geplanten Vereinssportzentrum ausschließlich sportliche Aktivitäten im Sinne unserer Satzung anzubieten. Ebenfalls wird ein dringend gebrauchtes Geschäftsstellenbüro entstehen, um den Service für die Mitglieder und welche die es werden wollen, verbessern zu können. Für Sportler, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren könnte mit dem Vereinszentrum ein attraktiver Treffpunkt entstehen.

Wir vom Vorstand sind uns der Verantwortung für die VfL-Mitglieder voll bewusst und wir haben uns der strategischen  und demografischen Entwicklung zu stellen. Dass der eingeschlagene Weg richtig ist, beweisen 37 erfolgreiche Sportvereinszentren in Baden-Württemberg.

 

So wie sich das Projekt momentan in die Länge zieht lässt der Baubeginn auf sich warten. Dürfen wir doch gespannt sein, wie sich die offenen Fragen entwickeln und darstellen. Wir sind weiterhin bemüht ein gutes Miteinander zu schaffen, hoffen dass unsere Liegenschaften durchhalten und alle mit der jetzigen Situation umgehen können.

 

Doris Imrich

  

 

 

Der VfL plant seine Zukunft: Das Sportvereinszentrum

Ergebnis der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Dezember 2011:

61,25 Prozent der anwesenden Mitglieder stimmten für folgenden Beschlussantrag:

"Der VfL Kirchheim soll ein Sportvereinszentrum mit einem Investitionsvolumen in Höhe von ca. 4,3 Millionen Euro brutto auf der Grundlage des vorliegenden Planentwurfs errichten. Es soll eine Fremdkapitalaufnahme von ca. 4,3 Millionen Euro zur Finanzierung des Sportvereinszentrums erfolgen. Die Vereinsgaststätte mit Kegelbahnen und Gymnastikhalle soll an die Stadt Kirchheim veräußert und von der Stadt Kirchheim im Tausch ein Grundstückim Wege des Erbbaurechts zum Bau eines Sportvereinszentrums erworben werden. Der Vorstand wird ermächtigt, alle im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben erforderlichen Verträge zu schließen und Maßnahmen zu treffen, um das Projekt sach- und zeitgerecht zu erstellen.

Dieser Beschluss gilt für den Fall, dass eine Bürgschaft der Stadt Kirchheim bewilligt wird, der Grundstückserwerb (Erbbaurechtsbestellung) für den Bau mit der Stadt Kirchheim zustande kommt und die erforderlichen Darlehen von den Kreditinstituten bewilligt werden.

Wird eine der Voraussetzungen nicht erfüllt, ist der Beschluss hinfällig.! "

Von den 160 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern stimmten 98 für den Antrag, 61 stimmten dagegen, es gab eine Enthaltung. Das ist eine komfortable Mehrheit für die Ausrichtung des VfL Kirchheim auf zukünftige Entwicklungen.

So könnte das neue Sporvereinszentrum aussehen

Wie kam es überhaupt zu der Idee zum Bau eines Sportvereinszentrums:

Sportentwicklungsplanung der Stadt Kirchheim

Bereits vor über 2 Jahren hat sich eine Kommission, bestehend aus Vertretern der Kommunalpolitik und aller Kirchheimer Sportvereinen, unter Anleitung des Sportinstituts IKPS und des Württembergischen Landessportbunds über die Ausgestaltung des zukünftigen Sportangebots in Kirchheim und Umgebung gemacht. Es wurden Handlungsempfehlungen für die Stadt Kirchheim und die Sportvereine erarbeitet, deren Umsetzung nach und nach angegangen werden soll. Eine zentrale Handlungsempfehlung befasste sich mit dem Sportareal an der Jesinger Allee:

Sportpark und Sportvereinszentrum

Die Sportanlagen an der Jesinger Allee, der Heimat des VfL Kirchheim, sollen in Teilen umgebaut werden, so dass ein Sportpark entstehen kann, in dem alle sportbegeisterten Bürgerinnen und Bürger Kirchheims sich aufhalten können. Dieses Projekt wird unter der Leitung der Stadt Kirchheim bearbeitet, in enger Zusammenarbeit mit den auf dem Gelände Sport treibenden Vereinen.

Hand in Hand mit dem Sportpark soll ein weiteres Großprojekt umgesetzt werden: Ein Sportvereinszentrum. In enger Abstimmung zwischen Württembergischem Landessportbund, der Stadtverwaltung Kirchheim und einer vom VfL dafür gegründeten Zukunftswerkstatt, an der Mitglieder aus allen VfL-Abteilungen mitwirken können, entstehen aktuell Pläne, wie dieses Sportvereinszentrum aussehen könnte. Ideen und Beispiele anderer Großvereine gibt es genug - diese in eine Kirchheimer Lösung zu integrieren ist eine Herausforderung, der sich alle Beteiligten konstruktiv stellen.


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