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Was ist eine Kata? Kata bedeutet übersetzt "Form", und stellt einen festgelegten Ablauf verschiedenster Einzeltechniken dar. In allen traditionellen Kampfkünsten gibt es diese Formen, die die eigentliche Basis darstellen. Eine Kata kann man leider nicht über Medien erlernen. Deshalb ist man, auch im Bezug auf Dan-Prüfungen gezwungen Kata-Lehrgänge bei entsprechenden Kata-Beauftragten zu besuchen.
Die offiziellen Katas vom Kodokan sind: 1. Gonosen-no-kata: Sie besteht aus den Angriffen von Uke und den Konterwürfen von Tori 2. Goshin-jutsu-no-kata: Sie besteht aus Angriffen von Uke ohne Waffen (Angriffe mit Händen und Füßen) und mit Waffen (Messer, Stock und Pistole) und den entsprechenden Abwehrtechniken von Tori. 3. Hirano-no-kata: Die Kata wird auch "Kata der Meereswogen" genannt. Sie umfasst sieben Techniken (Sinnbilder). 4. Itsutsu-no-kata: Form der 5 Symbole od. Naturgesetze. Sie besteht aus Versinnbildlichung der positiven und negativen Kraft Versinnbildlichung des Beharrungsgesetzes Versinnbildlichung der Zentrifugal- und Zentripetalkraft Versinnbildlichung der Kraft der Meereswogen Versinnbildlichung der Flugbahn und der Kraft eines Kometen 5. Jū-no-kata: Form des Nachgebens od. der Geschmeidigkeit. Diese Kata zeigt die unterschiedlichen Prinzipien von Angriff und Verteidigung, des Gleichgewichtbrechens und des Siegen durch Nachgeben in stark abstrahierter Weise zu verdeutlichen. 6. Katame-no-kata: Die Katame-no-kata besteht aus drei Gruppen mit jeweils fünf Bodentechniken. Die 15 Techniken werden jeweils nur migi (jap. "rechts") ausgeführt. 7. Kime-no-kata: Form der Selbstverteidigung. "Kata der Entscheidung", Tori erwartet den Angriff von Uke gelassen und scheinbar entspannt. Ukes Angriff soll heftig erfolgen, Atemi- (Schlag-) Techniken werden von Kiai (Kampfschrei) begleitet. Tori beantwortet Ukes Angriff entschlossen und mit vollem Einsatz. Auch seine Atemi-Techniken werden von Kiai unterstützt. Einige Augenblicke lang soll Tori demonstrieren, dass er vollkommen Herr der Lage ist indem er in der Abschlußtechnik entspannt verweilt. Uke zeigt dann seine Aufgabe durch zwei- oder mehrmaliges Abklopfen. 8. Koshiki-no-kata: Diese Kata stammt direkt aus der Kito-Ryu ("Schule des Steigens und Fallens"), die Jigoro Kano in seiner Jugend besucht hatte. Kano fand diese Kata erhaltenswert und übernahm sie in sein neues Judo. Sie erinnert als Bindeglied an die alten Techniken des Jiu Jitsu und verdeutlicht bei ihrer Ausführung, wie man die Kraft des gegnerischen Angriffs zum eigenen Vorteil nutzt. Die Techniken der Kata wirken für heutige Verhältnisse teilweise ungewöhnlich, da sie für Samurai gedacht waren, die sie in vollständiger Rüstung ausführten. Die Würfe der Koshiki-no-Kata werden mit der geöffneten rechten Hand ausgeführt, so wie es noch heute bei Uki-goshi und O-goshi der Fall ist. Gegriffen wird nur da, wo es auch eine Rüstung erlauben würde, zum Beispiel an den Armen. Die Koshiki-no-Kata besteht aus zwei Gruppen mit insgesamt 21 Techniken. Erste Gruppe sind Omote, 14 Techniken die ziemlich langsam und scheinbar unbeholfen ausgeführt werden, so als ob die Ausführenden eine Kampfausrüstung tragen würden. Zweite Gruppe sind Ura bestehend aus sieben Techniken. Hier erfolgt die Ausführung schnell und gewandt. 9. Nage-no-kata: Sie besteht aus fünf Wurfgruppen mit jeweils drei Würfen, die in festgelegter Reihenfolge − erst rechts, dann links − ausgeführt werden (Ausnahme: Uki-goshi). 10. Randori-nage-no-kata: 11. Rensa-no-kata: Form des Übergangs vom Stand in den Boden. 12. Ura-no-kata: Form der Kontertechniken des Meisters Tokio Hirano.
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